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Der Faszienkörper des Menschen

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Produktbeschreibung

Der Faszienkörper des Menschen
Eine integrative Betrachtung

Referent: Andreas Haas

Das fasziale System bildet einen dreidimensionalen Bindegewebskörper,

der dem Menschen Form und Gestalt gibt. Dieser Körper ist eine

Kontinuität, ein singuläres Organ, das unser Inneres repräsentiert und

für die Gestaltung des Äußeren zuständig ist.

Dieses fasziale Organ bildet Taschen und Räume (Kompartments) in denen

alle Strukturen des Menschen beherbergt sind: Muskeln, Knochen, Organe,

Gelenke, Nerven, Gefäße, etc.

Fasziale Kontinuität ist daher kein Konstrukt, sondern eine lebendige

Tatsache, die sich in einem dynamischen Faszienkörper wiederfindet.

Dieses fasziale System ist auch unser größtes Sinnesorgan und

gleichzeitig auch der Raum des Vegetativums. Unser Empfinden, Fühlen,

Wollen und das Selbstbildnis findet sich in den Strukturen des

Faszienkörpers eingebettet.

Der Faszienkörper ist nicht nur Gestalt sondern auch Raum für Gestaltung

und Ausdruck unserer Emotion und Stimmungslage. Der Faszienkörper ist

der Raum der Interaktion.

In diesem Webinar nähern wir uns dem Faszienkörper von verschiedenen Seiten:

1) Anatomie

Aufbau, Lage, Ordnung, Struktur und Kontinuität der Faszien werden aus

anatomischer Sichtweise betrachtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf

der Kontinuität aller faszialen Strukturen. Es wird die Kontinuität

innerhalb des Bewegungsapparat beschrieben, so wie auch die Kontinuität

innerhalb der viszeralen und neurogenen Faszien. Zusätzlich wird die

Kontinuität zwischen den einzelnen faszialen Bereichen detailliert

betrachtet, also die Kontinuität zwischen den somatischen, viszeralen

und neurovaskulären Faszien, sowie die Verbindungen mit der Fascia

superficialis.

Diese anatomischen Betrachtungen sind die Grundlage von Zusammenhängen

und gegenseitigen Abhängigkeiten im Körper und zeigen die Möglichkeiten

von Kompensation. Aus der anatomischen Ordnung ergeben sich Ketten,

Räume und Kavitäten.

2) Morphologie

Eigenschaften, Beschaffenheit und Qualität der Faszien werden

detailliert beleuchtet und die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten

herausgearbeitet. Die Morphologie steht in direktem Zusammenhang mit der

Funktion der Faszien. Wie und wo arbeiten Faszien als

kraftübertragendes, verbindendes System, wie als pufferndes, trennendes

System. Wo haben sie strukturelle Aufgaben und wo erfüllen sie

funktionelle Notwendigkeiten. Welche Anteile des Faszienkörpers sind

derb und fest, welche Anteile sind locker und weich, welche sind

dynamisch-elastisch und welche haben Gleit- und Bewegungsfunktionen.

Jede dieser unterschiedlichen Funktionen erfordert eine spezifische

Morphologie.

Morphologie ist die Grundlage jeder therapeutischen Arbeit mit Faszien,

weil die Qualität des faszialen Gewebes die Qualität der therapeutischen

Berührung bedingt.

3) Innervation

Faszien sind das am reichsten innervierte Gewebe des menschlichen

Körpers und bilden das Organ für Exterozeption, Propriozeption und

Interozeption. Es ist der Raum, in dem sich die Außenwahrnehmung mit der

Innenwahrnehmung trifft und in dem sich unsere Motivation und unser

innerer Antrieb repräsentiert. Der menschliche Faszienkörper ist die

„Außenstelle“ des Gehirns, zuständig für Informationsaufnahme,

Informationsübertragung, für Gestalt und Gestaltung unseres Lebens.

Wir betrachten die Anteile des Faszienkörpers, die für Außenwahrnehmung

zuständig sind (Fascia superficialis), die Anteile die für

Propriozeption (Stellung- und Bewegungssinn) zuständig sind (Fascia

profunda) und jene Anteile, die für unsere viszerale Wahrnehung

zuständig sind (Fascia visceralis). Darüber hinaus wird die Verflechtung

mit dem vegetativen Nervensystem beleuchtet und Faszien in Zusammenhang

mit Gefühl, Emotion und Stimmungslage betrachtet.

In Zusammenhang mit der anatomischen Ordnung und der morphologischen

Organisation ergeben sich „Zentren der Wahrnehmung“, die für mögliche

Fehlfunktionen, Missempfindungen und Schmerzsymptome von Bedeutung sind.

4) Phänomenologie

Das Zusammenspiel zwischen Anatomie, Morphologie und Innervation bedingt

den Ausdruck des Organismus. Stärken, Schwächen, Veranlagungen,

Dispositionen aber auch Fehlfunktionen und Erkrankungen äußern sich in

ganz bestimmten Bereichen des Faszienkörpers auf ganz bestimmte Art und

Weise. Dieses Wissen ist der Leitfaden für Anamnese, Befunderhebung,

Behandlung und Therapie.

Dauer: ca. 8 Unterrichtseinheiten, nach Kauf jederzeit und unbegrenzt abrufbar

Preis: € 130,--

Der Faszienkörper des Menschen
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